Alterszahnheilkunde

 

 

Gerontostomatologie (Alterszahnheilkunde) 
 
Die Menschen werden immer älter, während 1871 die durchschnittliche Lebenserwartung nur 36 Jahre betrug, liegt sie heute bei 76 Jahren. Je älter die Menschen werden, umso schlechter ist es in der Regel um ihre Mundgesundheit bestellt. Das menschliche Gebiss erfüllt mehrere Funktionen. Neben der Aufnahme und Zerkleinerung von Nahrung haben die Zähne auch bei der Lautbildung unserer Sprache eine wichtige Aufgabe. Des Weiteren sind das Aussehen und somit auch der ästhetische Gesamteindruck ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Diese Funktionen tragen im Allgemeinen zum Wohlbefinden bei und dienen dem Erhalt von Lebensqualität im höheren Lebensalter.
 
Diese Fakten fordern nun auch in der Zahnmedizin neue Vorgehensweisen. So hat sich in den letzten Jahren ein neuer Tätigkeitsschwerpunkt entwickelt, die Gerontostomatologie (Alterszahnheilkunde). 
Ziele der Gerontostomatologie sind die Erhaltung und Verbesserung oraler Funktionen wie Kauen, Schlucken und Sprechen sowie die Verbesserung des Erscheinungsbildes und des psychologischen Wohlbefindens, wie etwa Freude am Essen und der Kommunikation.
Das Fachgebiet der Alterszahnmedizin wird in drei große Bereiche aufgeteilt:
 
1.          Orale Gerontologie:
          Beschäftigt sich mit altersbedingten Veränderungen im Mundbereich.
 
2.          Orale Geriatrie:
          Beschäftigt sich mit altersbedingten Erkrankungen im Mundbereich.
 
3.          Gerontologische Gesundheitswissenschaften:
          Externe Einflüsse auf die zahnmedizinische Betreuung alternder Menschen.
 
Wobei in der Gerontostomatologie das Alter nicht kalendarisch festgesetzt wird, sondern in dieser Betrachtungsweise das biologische Alter von Bedeutung ist.